Die Kunst der Familie

Der Urgroßvater mütterlicherseits war wiederum ein geborener Mosch, von denen später Ernst (ja, wir sind verwandt, gleichwohl ich ihn nicht persönlich kenne) als Volksmusiker populär wurde. Das Internet verrät mir, dass er vorab als begnadeter Free-Jazzer wirkte. Andere Sphäre, einsam und unwirt(schaft)lich, irgendwann vrwurstete er das jazzig Freie dann zum Original Oberkrainer; fortan klingelte die Kasse.

Für uns alle gilt eben das, was Bob Ross schon bei der Wahl einer Farbtube wusste:

Dieses Plakat taugt etwas.

Als Anregung zur Meditation über den Vorsatz „Ich werde keine oberflächlichen Zusammenhänge zwischen Name und Wesen anstellen.“

Meine neuen Alten

Zwischen den Jahren lernte ich allerhand Neues über die  Vorfahren mütterlicherseits (die Vaterseite hat kurz vor meiner Geburt ganz abgesagt). Früher waren wir viele. Allein die Großeltern hatten 13 Geschwister. Meine Sippe könnte Wimmelbilder füllen; ich kenne kaum eine Handvoll. Weltkrieg Zwei hat die Gemeinschaft versprengt. Der Mann mit Bart ist mein Urgroßvater, er wurde seinerzeit portraitiert als ältester Bergmann Schlesiens. 

Möge es uns gut ergehen im Neuen Jahr. Auf dass wir allmählich wieder Gemeinschaft werden.  

Jahreswechselbrause

Mein Lieblingslanggetränk, das ich in „Friedvoller Kaukasier“ umgetauft habe, vereint Wodka, Sahnelikör und Milch. Ihr angemessenes Mischungsverhältnis allerdings war mir nicht mehr erinnerlich; also ließ ich mich beim Kauf von der Frage leiten:

Wie schnell will ich das alte Jahr vergessen?

Local Hero

Während wir Politik als Operette um Macht und Moral verstehen, als janusköpfiges Spiel zwischen öffentlicher Wokeness und netzwerkender Hinterzimmerstrategie, ist sie im Alltag viel eher eine aufgebrachte Wählerin, die sich bei ihrem traurigen Parteifilialenabgeordneten beschwert, dass der Nachbarswirt seinen Terrier immer in ihren Steinvorgarten kacken lässt, seit sie mit ihren Mädels nicht mehr auf seiner Bahn kegelt.

Nase voll / Mein 59-Sekunden-Beitrag zum Berliner Hörspielsommer

Zum Berliner Hörspielsommer gehört auch die Kurzkategorie „Mikroflitzer“. 10 Tage Einreichungsfrist, eine Spieldauer von max. 60 sec und zwei inhaltliche Vorgaben – der Satz „Mitten ins Gesicht“ und das Geräusch eines sich schließenden Zeitfensters – waren zu bewältigen.

Am Sonntag war die Präsentation samt anschließendem Saal- und Online-Voting. Wer sich alle Finalbeiträge anhören möchte, kann das hier noch tun: 

Hier ist mein Finales, es heißt "Nase voll":

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