School’s not longer out for summer.

Am nächsten Montag beginnt das neue Schuljahr in Berlin und Brandenburg. Ich werde erneut als Deutschlehrer des Projekts „MSA jetzt“ Teil dieses Prozesses sein.
Zugleich ist mir immer noch noch vieles aus meiner Zeit als Schüler erinnerlich: Die Grundschullehrerin Frau D., die, wie sie danach stets sagte, nur dann zuschlug, wenn es unbedingt nötig war. Ich war sieben. Meine Deutschlehrerin, Frau R., die vor meiner Klasse über mich sagte: Er hat ja große Probleme zu Hause und braucht Zeit für sich. Da wird es ihm sicher helfen, wenn ihr alle eine Weile nicht mit ihm redet. Ich war elf. Herr G., Erdkundelehrer und Offizier der Reserve, der mich unter vier Augen fragte, ob ich denn wirklich glaubte, dass er mich nicht fertig machen könnte? Ich war dreizehn. Schließlich Frau M., Geschichte, die meinem kleinen Cousin zur Einschulung mitgab, dass, wenn es nach ihr ginge, niemand von meiner Sippschaft an der Schule noch angenommen werden dürfte. Er war zehn.
Heute versuche ich in meinem winzigen Wirkungskreis, der Lehrer zu sein, den ich damals nicht hatte. Und ich freue mich darauf, meine wunderbaren Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen, unter denen es keine Spur von D., R., G. und M. gibt. Ich bin 59 und in meinem Grundfesten erleichtert, wie viel sich im Laufe der Jahrzehnte zum ungleich Besseren geändert hat, natürlich nicht alles, aber vieles, wichtiges, und weiter geht’s.
Darauf vorab schon einmal eine Schultüte.

Taschenkalender für abnorme Taschen

Im kommenden Jahr wird mein Taschenkalender die Taschen wohl etwas ausbeulen.

Er hat die Größe, mich daran zu erinnern, dass jeder Tag ein unbeschriebenes Blatt ist.
Auch wenn sich die Zeiten bisweilen so anfühlen, als hätte uns wer schon allerhand Obszönitäten ins Kommende gekrakelt.

In Wahrheit hat es blanko Platz für 365 unerwartete Schönheiten.

Freiheit links

Meine katholische Kassenärztin hat angeboten, mir den Masturbationsblocker jetzt schon abzunehmen, wenn ich jeden Tag fünf Rosenkränze und drei Vaterunser bete.

Krempeln

Heute morgen zur Röntgenkontrolle. Stelle fest, dass ich von innen viel besser aussehe als außenrum, vomz Schlankreich gar nicht zu reden. Wollte sowieso einiges umkrempeln – warum nicht mich, zumindest probeweise? Hier aus meinem Knöchelverzeichnis 1,1:

Fenster zum Hof

Weiter arbeitsunfähig. Habe die Nachbarschaft gebeten, an den Fenstern Sehenswertes darzustellen. Resonanz bis jetzt enttäuschend.

Jubel, Jubel, freu, freu!

Die Kombination Krankgeschrieben+Internetausfall lässt mich wieder einmal in die gute, alte Ren&Stimpy-Show hineinschauen. DVD-Binge, seit Tagen. Jubel, Jubel! Freu, freu!

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