Brainwashing! Wenn wer anders denkt oder meint als wir. Und bei dem ganzen Kladderadatsch, über den wir so meinen und denken müssen, da erwischt sie jeden mal, die Gehirnwäsche.
Jetzt haben wir die Bescherung:
Nur noch blitzsauberes Gedenke und Gemeine.
Na, Prost Neujahr.
P.S. Auch beachtenswert: Meine Fähigkeit, gleichzeitig ein Foto zu schießen und den Hintergrundvorhang hochzuhalten.
DAS GEBÜSCH: gespickt mit Einwegspritzen.
DER ORT: Am Standesamt Prenzlauer Berg.
DIE VERMUTUNG: Manches Ja-Wort hatte synthetischen Unterbau.
Freilich wissen wir, dass die KI erst auf uns reagiert. Nur führen wir bereits ein Gros unserer Gespräche so. Reden wir über Dich: Wie findest du mich?
KI wird, mit etwas Gewöhnung, unser liebstes Kind, weil es überhaupt erst zum Leben erweckt wird durch mein „Kommentiere mich.“ Es hat ja sonst nichts. Egozentrik als Akt der Barmherzigkeit und der Schöpfung. Narziss hat bei der Selbstbefriedigung ein Kind gezeugt, Halleluja. Jetzt muss ich mich nicht mehr selber spiegeln. Jetzt kleidet sich das Spiegelbild immer raffinierter selbst ein und zeigt mir mich als Mittelpunkt der dialogischen Welt. It will have been love.
Zeha Schmidtke, 76kB
Kind von jüdischen Stasi-Offizieren versteckt sich in 2.-Weltkriegs-U-Boot und beschließt dort, zu trommeln und nicht mehr zu wachsen, bis der Versailler Vertrag neu verhandelt wird. Familie wandert gegen Ende nach Afrika aus.
(Netflix-Pitching für mein baldiges deutsches Oscar-Gewinner-Drehbuch)
Ja, ja, das Alexa haben wir versaut. Brutalistisches Augentrauma in der Farbkombi Labskaus-Zahnfleisch. Kann man nix machen. Steht da jetzt halt.
ABER: Wenn wir ein scheußliches Pop-Art-für-Orks-Pappmaché auf die Blickachse schmoddern, dann werden ästhetisch alle über diese Peng-Peng-Figurine stolpern. Und der ewige Bunker ist sichtlich nicht mehr das Schlimmstmögliche.
P.S. Können wir vielleicht irgendwann mal sogar die Bunkerdeko abnehmen und müssen den Kandinsky-Erben keine Plagiatsstrafen mehr bezahlen.