Scharfe Sachen

In der neuesten Umfrage nennen vier von fünf Menschen der Generation Mitte als größte Gefahr für unsere Gesellschaft die steigende Ungleichheit zwischen Arm und Reich.
Nahezu derselbe Anteile derselben Menschen spricht sich gegen eine Reichensteuer aus und findet richtig und wichtig, dass Menschen, die keine Arbeit haben, möglichst noch weniger Geld bekommen.
Mecklenburg-Vorpommern hat von allen deutschen Bundesländern den geringsten Ausländer- und zugleich den größten Arbeitslosenanteil an seinen Einwohnern.
Die größten Stimmengewinne erhält die Partei, die dort „Überfremdung“ behauptet und sich gegen dieselbe wendet.
Auf die größte Gefahr reagieren wir also mit ihrer Verschärfung. Auf keine Gefahr auch. Na, dann.

2 Comments
  • Herr von Schöneberg
    Posted at 10:31h, 09 September Antworten

    Na, ist doch logisch: Wenn die Kluft zwischen den Armen und den Reichen immer größer wird, dann steht der Pöbel demnächst bei Reichs vor der Haustür und bettelt. Oder haut Reichs die Rübe ein. Die einzige Lösung sehe ich in geschützten Resident Aerias, wie es sie schon in Südafrika und auf den Philippinen gibt. Dann ist die Kluft sehr klein, aber wenigstens durch Mauern verdeckt.

    • Zeha Schmidtke
      Posted at 12:42h, 09 September Antworten

      Hier sinds ja die Ebennochnichtreichen, die sich die Armen auf mehr als Armenslänge vom Leibe halten wollen. Entweder als Vorsorge – weil sie hoffen, doch noch reich zu werden (erfolgreiches Projekt in der Pipeline, Eltern in der Kiste…). Oder in dem Wissen, dass ihre monetäre Lage im Vergleich zu außerhäuslicher Armut wie Reichtum wirkt, den Bau der schützenden Mauer aber eben nicht hergibt. Muss man den Armen halt schnellstmöglich das Fahrtgeld in die bürgerlichen Viertel streichen.

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