Das Bühnensolo

Nur wenn ich lache. Kabarettsolo von und mit Zeha Schmidtke. Neufassung: Sommer 2018. 100min plus Pause.

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„Hinreißend, von vitalem Wahn erleuchtet.“ – „Träume von den möglichen Freuden dieser Welt.“ – „Sprengt die Grenzen des gewohnten Kabaretts, und das äußerst unterhaltsam.“

All das schrieb man bereits über Zeha Schmidtke. Er selbst hat keine Ahnung und versucht, das Beste daraus zu machen. Mit der Komik gestaltet er sich die Welt und ihre Ordnung charmant.

Denn überall da, wo sich Gewöhnung und Routine ausbreiten, welken Neugier und Lust, die feuchtwilden Lebenskräuter, zu trockenem Kroppzeug. Dann hat es nur noch einen Stolperer zur Frustration.

Also stellt er sich den Feinden seiner eigenen Geschmeidigkeit, entsagt dem Quatsch, dass wir uns jeden Morgen viel zu früh aus den Federn jagen, kämpft gleich ganz mit dem Kapitalismus, (Vorsicht, Spoiler) verliert und gibt schwermütig auf – die Schwermut am Postschalter.

Stets folgt er dabei dem Grundsatz gemeinsamer menschlicher Energiegewinnung: Einer reibt sich am anderen. Der andere reibt zurück. Und Jeder und Jede ist so frei, nach eigenem Gusto mitzutun. – Nur: frei von was?

Freiheit ist eine Möglichkeit, kein Inhalt. Wenn einer frei und doof ist, dann wird er seine Freiheit doofestmöglich dazu nutzen, die der anderen zu begrenzen.

Weil der Andere ja gar nicht damit umgehen kann, dass man ihm die Wahl lässt. So pfeifen es die Pfeifen von den Dächern, krakeelen es die Übelkrähen in das Rund, steht es geschrieben in der Doofipedia der Welt. Und siehe, es ist gut so und bequem.

Denn der Andere, diese Arschgeige, die Bad Bank menschlicher Charakterzüge, das ist man niemals selbst. Sonst hieß er ja der Selbe.

Die Welt ohne diese anderen – da ginge was. Aber so?

Wer von den anderen ginge denn noch arbeiten, wenn es ein bedingungsloses Grundeinkommen hätte? Was wird aus ihnen, wenn wir das Cannabis freigeben? Wenn die Arbeit immer weniger wird und die anderen immer mehr Zeit haben, sich aneinander abzuarbeiten? Quiek! – Frei flog der Vogel davon, auf der Suche nach seinem Käfig.*

Hoffentlich haben die geistfreien Freigeister nie die Übermacht. Das kann man nun nicht wissen. Vorsorgend glauben hingegen kann man schon: Dass im Gegenüber dasselbe Schwarze Loch als auch der gleiche Heilige Funke beheimatet sein kann wie in Dir und mir, Hosihanna und Hallojulia, wir gucken gleich mal nach.

Also hat es entweder ähnliche Chancen für uns alle ohne andere. Oder es herrscht auf Dauer eine Scheißwut in der Welt. Und zurecht, Amen, Prost, der Letzte macht das Licht aus.

So spricht Zeha Schmidtke, fantasierendes Irrlicht in der Kleinkunst, friedvoller Universaldiot inmitten all der dekorativen Pfiffigkeit. Er meint es ernst, muss dabei aber immer lachen.

(*Aus Federico Fellinis „Schiff der Träume“)

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