Der solidarische Montagsgruß geht heute an jeden wunderbaren Brocken Mensch auf der Kleinkunstbühne.

Früh war es in meinem Leben, als ich zum ersten Mal in der Kleinkunst saß. Zuerst schon der Name: Kleinz und Kunz, mickrig, piefig, lässt Wurstwasser im Taufbecken vermuten – und doch das weite Feld auf kleiner Bühne, ein mögliches Alles zwischen poetischer Chance, altklugem Ranz, wunderlich Visionärem & ärgerlich Banalem, verkörpert von heißlaufender Rampensau, von lauem Schluck Wasser oder ganz wem anders. Was feiere ich ihre wachen Abende, wie weit flüchte ich aus ihren toten, heut noch immer und morgen wohl auch, Wanderer, wie wir alle, auf der Suche nach Schönheit, Inspiration und dem lieben Fick. Und darum sag ich: Hurra! Für jeden Brocken Mensch, der sich da auf die Bühne wirft, den man erkennt in seinem Sehnen, Hassen, Hoffen, in dem, was er denn will und mit uns, als Antidot gegen die Legion der anderen. Da zwirbelt es mir wie am ersten Tag die Begeisterungsknospen, da bin ich Fan, da werf ich Wäsche auf die Bühne, teilweise noch mit mir drin.

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