Ein Katzenjammer in drei Akten.
Regie: Natia Bogveradze
Mit: Marietta Bürger, Christoph Schmidtke.
UA: Theater am Sachsenring, Köln, 07.10.2001.
Als Kind war Alice im Wunderland. Heute bleibt sie lieber daheim und lebt mit ihrer Katze zusammen. Es ist die Schmeichelkatze aus dem Wunderland, und sie kann sich unsichtbar machen. So zu leben ist vielleicht nicht schlecht für die, die wirklich allein sind. Der, der Alice liebt, hat sich nur besonders lange unsichtbar gemacht. Oder er hat verlernt, sich wieder sichtbar zu machen. Jeder hat seine kleinen Fehler. Das macht ihn ja nicht weniger liebenswürdig.
Mit allerlei Einsprengseln trockenen Humors lässt Schmidtke seinen "Katzenjammer" (Untertitel) auf einem Startplatz der guten Hoffnung enden. Marietta Bürger offeriert – offenbar in bester Übereinstimmung mit der Regisseurin – ein reiches rhetorisches Vokabular und balanciert emotionale Stimmungen differenziert aus. Schmidtke sekundiert mit köstlichen Auftrittsepisoden. Ein Abend, bei dem bei aller Heiterkeit Nachdenklichkeit nicht zu kurz kommt.
Theaterrundschau